„Ihre Wechseljahres-Beschwerden sind kein reines Hormonproblem", sagte meine Gynäkologin und legte das Tablet auf den Tisch.
Ich starrte sie an. „Aber mein Östrogen sinkt doch. Das ist es doch, oder?"
Sie schüttelte den Kopf. „Das ist nur die halbe Wahrheit."
Sie öffnete ein Diagramm auf ihrem Bildschirm.
„Schauen Sie: Wenn Ihr Östrogenspiegel fällt, passiert etwas, das die meisten Ärzte übersehen. Östrogen reguliert die Magnesiumaufnahme Ihres Körpers. Sinkt das Östrogen, sinkt auch Ihre Fähigkeit, Magnesium aufzunehmen und zu speichern."
„Das heißt …?"
„Das heißt: Ihre Wechseljahre entziehen Ihrem Körper Magnesium — schneller, als Sie es über die Ernährung auffüllen können. Und Magnesium steuert über 400 Körperfunktionen."
Sie zählte auf: Temperaturregulation. Schlafzyklen. Nervensystem-Beruhigung. Energieproduktion. Gehirnfunktion. Stimmungsregulation. Muskelentspannung.
„Moment", unterbrach ich. „Hitzewallungen, Schlafstörungen, Brain Fog, Erschöpfung, Stimmungsschwankungen, Krämpfe — das ist alles, was mich seit der Menopause fertigmacht."
„Genau. Und bei den meisten dieser Beschwerden ist nicht nur das fehlende Östrogen schuld — sondern der Magnesiummangel, den das fehlende Östrogen verursacht."
„Aber ich nehme doch schon Magnesium aus der Apotheke?"
Sie seufzte. „Das ist das zweite Problem. Apothekenmagnesium enthält meist nur eine einzige Form. Aber Ihr Gehirn braucht eine andere Form als Ihre Muskeln. Ihre Nerven brauchen eine andere als Ihr Darm. Mit einer Form erreichen Sie vielleicht ein System — und lassen die anderen sieben unversorgt."
„Also leiden Millionen Frauen in den Wechseljahren unter Symptomen, die teilweise gar nicht von den Hormonen kommen — sondern von einem Mineralstoff, den niemand überprüft?"
„Genau das sage ich."